Publikation von Julia Egle

Julia Egle hat in der Reihe Freiburger Schriften zur Politikwissenschaft des Arnold-Bergstraesser-Instituts der Universität Freiburg ihre Monographie "Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen - Staaten als Autoren, Adressaten und Wächter des Völkerrechts" veröffentlicht.

 

Im Prozess der Verrechtlichung der internationalen Beziehungen geraten Nationalstaaten in die paradoxe Situation gleichzeitig Autoren, Adressaten und Wächter des Völkerrechts zu sein. Dadurch sind sie in der Lage, sich negativer Konsequenzen bei Rechtsverletzungen zu entziehen oder internationale Abkommen bereits im Entstehungsprozess dergestalt zu beeinflussen, dass aus diesen möglichst wenig negative Konsequenzen zu erwarten sind. Diese paradoxe Situation wirft die Frage auf: Wird das Machtmonopol des Staates durch die internationale Verrechtlichung eingedämmt, oder ist er als Träger internationaler Rechte und Pflichten weiterhin bedeutendster Akteur der internationalen Politik? Die vorliegende Studie arbeitet unterschiedliche Theorien der Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen auf und unterzieht deren Erklärungskraft einer empirischen Überprüfung am Fallbeispiel des europäischen Strafrechtsregimes.

 

Schlagworte: Verrechtlichung der Internationalen Beziehungen; Staatliche Souveränität; Macht; Völkerrecht; Europarecht; Menschenrechte; Kriegsvölkerrecht; Konstitutionalisierung; Rechtsfragmentierung; Theorie; Empirische Sozialforschung; Fallstudie

Zurück